Kita Medial

Kinder wachsen heute selbstverständlich in einer medial geprägten Welt auf. Sie nutzen die unterschiedlichsten medialen Angebote entsprechend ihren Bedürfnissen und den Vorgaben aus ihrer Umwelt, d.h. aus dem familialen Umfeld und den institutionalisierten Erziehungseinrichtungen von der Krabbelstube über die KiTa bis zum Kinderhort. Medienkindheit heißt damit zugleich auch Mediensozialisation. 

Damit ist eindeutig eine Herausforderung für Eltern als dem familialen Erziehungskontext verbunden, aber genauso sind auch die professionellen Erziehungsinstitutionen wie KiTa und Hort, und das meint hier die konkreten Erzieherinnen und Erzieher, in der Situation, sich mit dem Thema Kindheit, Kinder Medien und Mediensozialisation auseinandersetzen zu müssen. Das erfordert zunächst auch eine Auseinandersetzung und Reflexion  der eigenen Umgangsweise und Nutzungsgewohnheiten der „Medien“ im privaten und beruflichen Leben. Zum Anderen erfordert es aber auch auf der professionellen Ebene eine kritische Auseinandersetzung mit medial geprägten kindlichen Lebenswelten und daraus folgend die Einbeziehung von kindlichen medialen Erfahrungen in die alltägliche Praxis in der KiTa. Hier will das Projekt „KiTa Medial“ Möglichkeiten einer handlungsorientierten Medienpädagogik aufzeigen, um den Umgang mit Medien als Bestandteil kindlicher Lebens- und Erfahrungszusammenhänge  in Form von praxisorientierten Bausteinen in die KiTa-Praxis zu integrieren.

Das Projekt richtet sich jeweils an die drei betroffenen Zielgruppen einer Einrichtung: Kinder, ErzieherInnen, Eltern. 


Bestandteile des Projekts sind:

1. Eine Fortbildung für die Erzieherinnen und Erzieher, in der das Thema Kinder, Medien und Erzie-hung systematisch aus unterschiedlichen Blickwinkeln von der Hirnforschung bis zur Entwicklungs-psychologie diskutiert wird, und handlungsorientierte medienpädagogische Ansätze verknüpft mit der Theorie der symbolischen Interaktion vorgestellt werden. Bestandteil der Fortbildung ist immer auch ein Praxisteil, der den Umgang mit einem für die jeweilige Einrichtung bewusst ausgewählten Medium (Audio, Video, Foto) einübt und damit die Angst vor technischen Medien minimiert und zugleich die kreativen Möglichkeiten und deren Umsetzung  im Alltag ermöglicht.

2. Praxistage mit den Kindern als Beispiele Handlungsorientierter Medienpädagogik

3. Ein Elternabend, der zum einen der Aufklärung über aktuelle gesellschaftliche Diskurse und Ent-wicklungen  der Medienpädagogik dient, und der zugleich einen offenen und kritischen Dialog anstoßen will, um Eltern zu ermutigen, sich mit dem Thema Kinder, Medien und Erziehung angstfrei und  konstruktiv innerhalb der Familie auseinanderzusetzen. Bestandteil des Elternabends ist immer auch die Präsentation von medialen Produktionen, die innerhalb der Praxistage mit den Kindern entstanden sind. 

 

Zeitliche Struktur

Die zeitliche Gestaltung ist mit der jeweiligen Einrichtung flexibel zu vereinbaren. 
Vorgesehen sind für die Fortbildung zwei Tage à 6 Stunden (jeweils für Theorie und Praxis), drei Praxistage mit den Kindern, zwei Stunden für die Vorbereitung und ein halber Tag für die Nachbereitung. 

Nachhaltigkeit

 

„Kita Medial“ ist so angelegt, dass für die Einrichtungen die Möglichkeit gegeben ist, über Ideen der Medienpädagogischen Projektarbeit und den Praxisteil innerhalb der Fortbildung, die Medienpäda-gogik nachhaltig in das Einrichtungskonzept zu integrieren. Kindheit bedeutet heute Medienkindheit, insofern ist dies wichtiger und notwendiger Bestandteil für die erzieherische Arbeit mit Kindern.

 

 

 

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